10.6.
2013
Montag | 20:00 Uhr
Alfried Krupp Saal
Veranstalter:

Interkulturelles Bildungszentrum (IBZ) e.V.

Preise (€): 18,- / 25,- / 34,- / 42,- / 50,- zzgl. 10 % Systemgebühr.
Abendkasse Preise (€): 12,- / 23.- / 30.- / 39.- / 47.- / 55.- zzgl. 10 % Systemgebühr.

 

Fazil Say
"Nâzim"

Banu Böke, Sopran
Thomas Laske, Bariton
Emre Elivar, Klavier
Opernchor der Wuppertaler Bühnen
Studierende der Musikhochschule Wuppertal
Chorsänger der Musikschule Wuppertal
Jens Bingert, Choreinstudierung
Sinfonieorchester Wuppertal
Ibrahim Yazici, Dirigent
Genco Erkal, Erzähler

Fazil Say
“Nāzim” – Oratorium für Sopran, Bass, Klavier, Chor und Orchester nach Texten von Nāzim Hikmet
Türkische Aufführung mit deutscher Übertitelung

Aus gesundheitlichen Gründen muss der Komponist und Pianist Fazil Say mit großem Bedauern alle Konzerte in den kommenden 14 Tagen absagen. Davon ist leider auch seine Mitwirkung bei der Aufführung seines Oratoriums "Nâzim" in Essen betroffen. Wir freuen uns, dass nun der von Fazil Say hoch geschätzte Pianist Emre Elivar den Klavierpart übernehmen wird und danken ihm herzlich, dass er sich bereit erklärt hat, so kurzfristig einzuspringen.

"Leben! Wie ein Baum, einzeln und frei und brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht"

Freiheit war die große Sehnsucht des türkischen Lyrikers Nâzim Hikmet, doch politische Verfolgung, Publikationsverbote, lange Jahre in Gefängnissen und Exiljahre in der Sowjetunion prägten sein Leben maßgeblich. Trotz aller Repressionen verbreiteten sich seine Werke erfolgreich, und er gilt als Begründer der modernen türkischen Lyrik. Aufgewachsen im intellektuellen und revolutionären Umfeld der Jungtürken beeindruckte ihn die russische Oktoberrevolution nachhaltig und er unterstützte aktiv die türkische Befreiungsbewegung. Selbst in Haft und Zeiten schwerer Krankheit blieb er ungebrochen produktiv und verfasste neben Übersetzungen russischer Literatur eine große Zahl eigener Werke. Durch seinen einzigartigen Sprachstil und den Einfluss von Neuerungen vor allem aus der sowjetischen Literatur fand er zur Überwindung des osmanischen Versmaßes und modernisierte damit die türkische Literatur zur freien Prosa. Wichtige Themen für Nâzim Hikmet waren dabei neben Freiheit und Gerechtigkeit immer besonders die Heimat und die Verbundenheit mit dem einfachen Volk. Im Auftrag des türkischen Kultusministeriums komponierte der international renommierte türkische Pianist und Komponist Fazil Say das Oratorium Nâzim. Uraufgeführt wurde das Werk 2001. Thematisch griff der Komponist auf Verse aus Originalwerken Nâzim Hikmets zurück. Und wie Hikmet sucht auch Say nach Erneuerung in seiner Sprache, der Musik. Seine Kompositionen spiegeln eine große Offenheit für Einflüsse aus Jazz und Improvisation wieder, deren Elemente immer wieder in seine Werke einfließen.

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