25.6.
2016
Samstag | 18:00 Uhr
Philharmonie und Stadtgarten

Einheitspreis (€): 25,- zzgl. 10% Systemgebühr.

 

Ein Sommernachtstraum: "Shakespeare Variationen"

Joachim Król, Rezitation
Jake Arditti, Countertenor
Jamie Akers, Laute
Susanne Wohlmacher, Flöte
Amelie Wünsche, Violine
Kerstin Holstein, Flöte
Christian Fagerström, Violoncello
Essener Philharmoniker
Antony Hermus, Dirigent
Aalto Ballett Theater Essen
Ben Van Cauwenbergh, Choreografie
Claudia Isabel Martin, Regie

Teil 1: Musik von Henry Purcell, Matthew Locke, John Dowland und Robert Johnson
Texte von William Shakespeare

Teil 2: Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy, Giuseppe Verdi, Hector Berlioz, Dmitri Schostakowitsch, Richard Wagner und Pjotr I. Tschaikowski
Texte von William Shakespeare

Teil 3: Sergej Prokofjew "Romeo und Julia", Ballett (Auszüge)

Dazwischen jeweils einstündige, künstlerisch gestaltete Pausen.

"Noch einmal stürmt, noch einmal, liebe Freunde!" Zum Abschluss der Spielzeit vereinen sich die Künste - und so auch die Philharmonie, die Essener Philharmoniker und das Aalto Ballett der Theater und Philharmonie Essen -, um vor der Sommerpause gemeinsam zu genießen und zu feiern. Märchenhafte, romantische und dramatische Szenen werden sich in der Philharmonie und im Stadtgarten ereignen - und über die drei Teile des Abends wird eine Shakespeare-Collage durch mehrere Jahrhunderte entstehen, die vielfältiger nicht sein könnte. Schauspieler Joachim Król, Stargast des Abends, rezitiert Texte des großen Dramatikers und freut sich auf sein Essener Debüt, wie er im Interview verriet:

Als junger Theaterfan sind Sie Anfang der Siebzigerjahre gerne im Bochumer Schauspielhaus gewesen.
Joachim Król: Das waren ganz große Erlebnisse. Peter Zadek hat in Bochum seinen Shakespeare-Zyklus präsentiert. Für meine Entscheidung, Schauspieler zu werden, war das sehr wichtig, genau wie Zadeks Inszenierungen später am Schauspielhaus Hamburg.

Was war das Besondere an Zadeks Theater?
Król: Er ist mit den Stücken offen und frei umgegangen. Und die Schauspielerinnen und Schauspieler hatten eine Spiellust, die ansteckend war. Man konnte kaum still sitzen im Publikum. Ulrich Wildgruber als Hamlet oder als Othello zu erleben, das waren einfach urgewaltige Ereignisse, das hat mich für diesen Beruf begeistert. Und so ein Ensemble wie damals in Bochum hat es später nie wieder gegeben.

Und ihre eigenen Shakespeare-Erfahrungen auf der Bühne?
Król: An ihm kommt man ja, wenn man sich um das Theater kümmert, wirklich nicht vorbei. Aber ich habe selbst nur ein Mal Shakespeare gespielt, in Hannover, den Demetrius im "Sommernachtstraum". Das ist in den Achtzigerjahren gewesen.

Wie hat sich ihre Theaterkarriere damals entwickelt?
Król: Ich habe angefangen am Schlosstheater Moers, da habe ich meine zwei Anfängerjahre verbracht. Und dann kam die große Orientierungsphase, da musste ich sehen, wie es weitergeht. Danach kam das Fernsehen ins Spiel, ein bisschen später das Kino. Ich bin dann immer wieder ans Theater zurückgekehrt, habe mich aber nie mehr fest an ein Haus gebunden.

Haben Sie als ehemaliger Herner und Wahl-Kölner eine besondere Beziehung zu Essen?
Król: Ich komme aus dem Ruhrgebiet, ich arbeite gern hier. In Essen habe ich noch nie auf der Bühne "stattgefunden". Das wird mal Zeit! Nach Essen ist man von Herne aus gerne zum Einkaufen gefahren. Und auch Konzerte habe ich damals natürlich gesehen, in der Grugahalle. Ich finde Essen eine spannende Stadt, weil sie diese große Bandbreite hat. Die ländliche Idylle hinterm See, und auch die harte Industrie im Norden.

Sind Rezitationsabende mit Musik ungewohntes Terrain?
Król: So ganz neu ist die Erfahrung nicht. Ich war zum Beispiel jetzt bei der Musikwoche Hitzacker und habe mit dem hervorragenden Pianisten Markus Groh einen Stückezyklus von Franz Liszt mit Texten aus der Liszt?schen Biografie begleitet. Bei meinem Rezitationsabend "Seide" habe ich ein Jazztrio auf der Bühne. Und dann habe ich auch einen wunderbaren Abend mit der Sängerin Etta Scollo im Programm, "Parlami d′Amore". Sie singt aus ihrem Repertoire und ich trage Texte aus der italienischen Literatur vor. Das hat mich wohl gesucht, dass ich jetzt solche Veranstaltungen mache. Ich bin gerne unter Musikern - das ist wohl der Grund.

Und privat? Welche Musik hört Joachim Król nach Drehschluss?
Król: À la Carte. Das hängt immer von der Stimmung ab, wie die Sonne ins Fenster scheint und was ich gerade gearbeitet habe. Die aktuelle, zeitgenössische Popmusik jedenfalls geht ziemlich an mir vorbei. Da bin ich wirklich entsetzt, wie einheitlich und einfallslos das durchproduziert ist. Durch die Arbeit mit Markus Groh habe ich mich nun allerdings ganz intensiv den Werken von Franz Liszt gewidmet. Und auch für Essen werde ich mich natürlich zeitig vorbereiten. Denn wer schon mal am Theater gearbeitet hat, weiß: Die Premiere kommt immer überraschend!

Interview: Markus Bruderreck

Veranstaltungsende gegen 23:00 Uhr.

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