4.7.
2016
Montag | 20:00 Uhr
Alfried Krupp Saal
Veranstalter:

Essener Jugend-Symphonie-Orchester.

Einheitspreis (€): 16,15 (ermäßigt) / 19,- inkl. Systemgebühr.

 

Sommerkonzert
Essener Jugend-Symphonie-Orchester

Essener Jugend-Symphonie-Orchester
Tobias Liedtke

Anton Bruckner
Sinfonie Nr. 5 B-Dur

Das Sommerkonzert des Essener-Jugend-Symphonieorchesters,unter Tobias Liedtke mit Bruckner´s 5. Symphonie .
Als Anton Bruckner seine 5. Sinfonie komponierte, waren die schmerzhaften Jahre seiner Suche nach einer geeigneten Form dieser Gattung und die großen Misserfolge seiner ersten Sinfonien vorbei. Lange hatte er sich im Schatten von Beethoven und Brahms gewähnt und nach Möglichkeiten gesucht, diesen übergroßen Vorbildern eigene, würdige Sinfonien entgegenzustellen.
In den Jahren 1873 bis 1875 hatte er hintereinander die Erstfassungen seiner 3., 4. und 5. Sinfonie komponiert, die er freilich später noch eingehend überarbeitete. Immer deutlicher fand Bruckner in diesen Werken zu seiner charakteristischen Klangsprache und arbeitete souverän mit Satztechnik und Orchestrierung. Nun war der österreichische Komponist auf der Höhe seiner Schaffenskraft und auch seines Selbstvertrauens angekommen. Stolz nannte er seine Fünfte ein "kontrapunktisches Meisterstück" und seine "phantastische". Den Schwerpunkt legte er in dieser Sinfonie auf das groß dimensionierte Finale, das die vorhergehenden Sätze vorbereiten, ohne dabei ihre Eigenständigkeit zu verlieren. Bruckners typische Sinfonie-Elemente sind hier deutlich ausgeprägt: die oftmals blockhaft aneinander gesetzten Bausteine der großflächigen Komposition, Momente absoluter Innerlichkeit, die sich in lyrischen Soli der Bratschen oder Celli ausdrücken, oder die Wucht von Blechbläserchorälen.
So entfaltet sich ein Kosmos von Stimmungen, die Bruckner mit einer verblüffenden Stringenz miteinander zu verbinden vermag. Das "kontrapunktische Meisterstück" ist dabei aber bei weitem nicht nur ein technisches Spiel, sondern zeigt sich in ausgeklügelten Themenkombinationen, den vielfachen kontrapunktischen Zusammenhängen zwischen den einzelnen Sätzen und nicht zuletzt in der meisterhaften Doppelfuge im Finale. Anton Bruckner hat diese Sinfonie zeit seines Lebens jedoch nie gehört: Der Uraufführung einer gekürzten Fassung im Jahr 1894 musste der Komponist wegen Krankheit fernbleiben, die Originalfassung von 1878 wurde erst 1935 uraufgeführt.

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