Lied & Lyrik

Eine harmonisch klingende Verbindung
Jedem Lied liegt ein lyrisch-poetischer Text, in der Regel ein Gedicht, zugrunde. Was etwa wäre Schuberts “Erlkönig” ohne Goethes geniale Vorlage! Der große Liedinterpret Dietrich Fischer-Dieskau hat es einmal auf den Punkt gebracht: “Im Grunde genommen vollzieht der Komponist nach, was ihm an Worten geboten wird.” Es ist die wunderbare Vereinigung zweier Kunstformen. In der Reihe “Lied & Lyrik” kommt beides zum Tragen: die Vorlage des Dichters und die Vertonung des Komponisten. Schauspieler rezitieren zunächst den Text, bevor Sänger und Begleiter das musikalische Werk vortragen.
Jedes Lied enthält eine eigene Geschichte
Auch Hanno Müller-Brachmann, der den ersten Liederabend dieser Spielzeit gestaltet, legt Wert auf das perfekte Zusammenspiel der unterschiedlichen Komponenten: “Am Liedgesang schätze ich das enge Verhältnis zwischen Wort, lyrischer Aussage und guter Vertonung"”, betont der Bassbariton. “Jedes Lied enthält eine eigene Geschichte und hat viele, auch überraschende Farben, die es zu erforschen gilt.” Mit seinem Klavierpartner Hartmut Höll wird er genau diese Geschichten erzählen können: In Robert Schumanns “Liederkreis” nach Gedichten von Heinrich Heine geht es um Sehnsucht und Erfüllung, um Trauer und Schmerz. Intensive Gefühle auf engstem Raum! Unter dem Titel “Liebe – Irrungen und Wirrungen” präsentieren Christiane Karg und Gerold Huber ihren Liederabend – ein individuell zusammengestelltes Programm mit Werken von Brahms, Wolf, Strauss und Poulenc. Ungewöhnlich die Besetzung im dritten Konzert der Reihe: Die Sopranistin Diana Damrau wird begleitet vom Harfenisten Xavier de Maistre.

