Stimmen





Nicht erst seit gestern dabei
Der Klassikmarkt ist ein sehr schnelllebiger: Immer neue Künstler werden als einzigartige Klassik-Sensation, als große Stars angekündigt – allzu häufig verschwinden sie dann aber auch ebenso rasch wieder aus dem öffentlichen Blickfeld. Dies gilt natürlich vor allem für den Bereich der Sängerinnen und Sänger, die sicher mit ihrem empfindlichen und anfälligen “Instrument” besonders den unnachgiebigen Gesetzen der Branche ausgeliefert sind. Einige allerdings behaupten sich schon seit vielen Jahren, wie etwa die Sopranistin Edita Gruberova, die 1970 ihr Debüt an der Wiener Staatsoper gab und bis heute international für ihre außergewöhnliche Stimme und ihr großes musikalisches Spektrum gelobt wird.
Der beste deutsche Tenor der letzten 50 Jahre
Sie ist in dieser Spielzeit ebenso in der Philharmonie Essen zu Gast wie Angela Gheorghiu, die ebenfalls zu den wichtigsten internationalen Opernsängerinnen zählt. Auf nunmehr 35 Jahre Bühnenerfahrung kann der Bassbariton Thomas Quasthoff zurückblicken – er wird mit Schuberts eindringlicher “Winterreise” zu erleben sein, mit der er sein Debüt in New York gab. Den “Sängerreigen” vollenden schließlich Jonas Kaufmann sowie Philippe Jaroussky und Marie-Nicole Lemieux: Kaufmann hat eine wahre Bilderbuch-Karriere gemacht – für eine britische Zeitung ist er schlichtweg “der beste Tenor, den Deutschland in den letzten fünfzig Jahren hervorgebracht hat.” Und für den Countertenor Jaroussky, der in Essen gemeinsam mit der Altistin Marie-Nicole Lemieux konzertiert, werden sogar immer wieder himmlische Vergleiche herangezogen: “So singen Engel” …

